detox your feelings

Detox your feelings

7 Ausfahrten aus der Denk-Fühl-Achterbahn

Es gibt so viele Wege Detox zu betreiben, Ernährungsumstellung, Zucker, Alkohol und Nikotin weglassen, endlich laufen gehen, tolle Tees…und und und .

„detox your feelings“, so steht es auf dem Tee, der mir gestern aus dem Regal in Auge und Ohr schrie: „nimm mich, ich bin gut für dich!“ Zielgruppengerecht wurde die Packung extra, nach Hochglanzdruck, angeraut… so daß meine Haptik mich dazu informiert… fühlt sich gesund an… na gut… du bekommst deine Chance, ab zur Kasse.

Ich habe schon eine ganze Kanne intus und warte auf giftfreies Wohlfühlen.

Und ja, das funktioniert, ich kann mich von Gefühlen entgiften. Das Ganze ist ein do it yourself – Prozess, eine lebens- und gesundheitsförderliche Angewohnheit. Happieness  ist, wie guter Kuchen, selfmade. Der Tee ist völlig egal. Detox und Happy sind IN.

Denk-Fühlgewohnheiten versus Happiness

Meine interessanten Ansichten sind: Es gibt keine schlechten oder giftigen Gefühle. Es gibt nur Denk-Fühl-Gewohnheiten, die sich schädlich und sogar toxisch auswirken. Von diesem Standpunkt aus wählen wir die schädlichen Handlungsgewohnheiten. Nicht das Gefühl ist die Baustelle, sondern die  gewohnheitsmäßige Unbewusstheit.

Emotionen sind erstklassige Wachmacher und Wegweiser. 

Gefühle…Emotionen… Stimmungen… stehen in meinem Regal unter: „Emotionale Resonanzen“. Sie sind wahrnehmbar und erstklassige Wecker. Sie sind Wegweiser für das was wir denken. Denken steht im Regal „Mentale Resonanzen“- sei es bewußt oder unbewußt.

Angenommen, Sie betreiben einen Tag lang Mindfuck, dann reagiert Ihr ganzes System. Atem im Flucht-Angriffsmodus, niederfrequente Stimmung, gehemmter Ausdruck, Übersäuerung der Zellen… . Das wirkt hinein in Ihren Körper, Ihren Geist und auf das, wie Sie die Welt betrachten und so weiter.

Mindfuck, der Verstandes-Fick , klingt im Deutschen so gar nicht salonfähig. Und das sollte er auch nicht sein, denn das sind diese hinterhältigen, grausamen Bewertungen, wie zum Beispiel: „ich bin schon wieder nicht perfekt… es wird sich sowieso nie, nie, nie etwas ändern… ich kann das nicht und so weiter.

Alte Geschichten in Endlosschleife.

Ganz klein und leise schleichen sie sich an und lauern geduldig auf ihren Moment, die Nanosekunde in der Ihre Präsenz ein Nickerchen macht, schlüpft der Verstand auf die alte, zwölftausendspurige, neuronale Autobahn, ganz bequem. Das fühlt sich erstmal bekannt an und ehe Sie sich versehen, hat die Sonne einen Grauschleier, die Stimmung ist gedämpft und so geht es weiter in der Abwärtsspirale.  

Wie nehmen Sie die Ausfahrt?

1. Summen 

„Summen Sie eine kleine Melodie“ – egal welche.

2. Frage: „Was ist?“ 

„Was ist….?“ Was ist gerade los? Jetzt kommt Ihr Bewusstsein ins Spiel. d.h. Sie nehmen wahr was sie tun. Nämlich das Sie Ihrem Geschichtenerzähler wieder auf den Leim gegangen sind. „Natürlich, ja, so ist es.“

3. Wähle: „Etwas in mir.“

Wählen Sie Gewahrsein. Glauben Sie nicht alles was Sie denken – insbesondere wenn Ihre emotionale Resonanz Ihnen glauben machen will, die miese Story sei echt. Etwas in Ihnen denkt. Wir sind weder unsere Gedanken, Befürchtungen, noch unsere Schlussfolgerungen und Ansichten. Gedanken sind nicht frisch. Sie sind die Folge unseres mentalen Archivs. Emotionen sind vergleichbar mit einem Echo auf unsere Gedanken.

4. „Wertung raus“ 

Seien Sie gut mit sich.  Es gibt keinen Grund sich schlecht zu fühlen, weil Sie gerade wieder das Schlechtfühlen gewählt haben. Es ist einfach so. Mehr nicht.

5. „Hallo, ihr Bauchstimmen!“ 

Die magische Grenze ist das Zwerchfell, es trennt Bauchraum vom Brustkorb und ist aus Nerven, Muskelfasern und Sehnen gestrickt. Den Raum unterhalb des Zwerchfells kennen Sie schon. Das ist die Region, wo sowohl Schmetterlinge als auch Flugzeuge im Bauch fliegen. Da liegt ein Schatz und wartet auf unsere Aufmerksamkeit.  Jetzt halten Sie inne und spüren Sie hin, nehmen wahr und benennen was da ist. Sinnesspezifisch ohne Psychovokabeln und Drama-Referenzen. Gehen Sie in Dialog mit diesen Stimmen im Bauch. „Was willst du mir sagen, Kleines?“ Bleiben Sie dran und lauschen Sie.

6. „Fragen für Ihr Unbewusstes“

Sprechen Sie: „Was ist hier sonst noch möglich? Welcher Beitrag kann ich hier, jetzt, sein?“ Und bitte denken Sie nicht darüber nach, was die Antwort sein soll. Halten Sie sich raus und lassen Sie die Fragen wirken, wiederholen Sie diese gelegentlich und spüren in Ihren Bauch. Atmen Sie bewußt, schauen Sie in sich hinein und beobachten das Ein und Aus Ihres Atems.

7. Genießen Sie eine Tasse Tee – egal welchen. 

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