Zum internationalen Tag der Stimme

Heute stelle ich euch zwei Pionierinnen im Namen des Atems, der Stimme und Ganzheitlichkeit vor. Ihre Lebensgeschichte ist die einer großen und erfüllten Liebe und die eines großen, heute wenig bekannten Forschungswerkes.
Ganzheitlich als Konzept, zu einer Zeit, als das Wort noch gar nicht existierte. Heute in aller Munde, haben die Damen Schlaffhorst und Andersen, Forscherinnen aus Leidenschaft, ihre Erkenntnisse sehr deutlich und messbar in die Welt getragen.

Ich schätze mich glücklich,

dass ich diesen Weg der Stimme zu gehen lernen durfte und lehren darf.
Es handelt sich nicht um eine Technik im eigentlichen Sinne. Es ist gelebtes Wissen, das den Menschen an seinen Kern, seine ureigene Natur, seine Stimme und Seele führt. Diese evidenzbasierte Heilkunde hat schon manche kritische Zeit und Krise vital überstanden.

Das Konzept Schlaffhorst-Andersen

hat seinen festen Platz in der Prophylaxe und Therapie von Atem-, Sprech-, Sprach- und Stimmstörungen. Außerdem wird es pädagogisch im Training und Coaching von Menschen mit sprechintensiven Berufen eingesetzt sowie künstlerisch in der Arbeit mit professionellen Schauspieler/innen und Sänger/innen oder Amateuren im Bereich von Klassik, Rock, Pop, Jazz und Musical. Darüber hinaus findet es seine Anwendung im psychosomatischen Bereich.

 

Regenerationswege – ordnendes, heilendes Prinzip

Der von Schlaffhorst und Andersen entdeckte dreiteilige Rhythmus der Atmung, Einatmung-Ausatmung-Pause, bedeutet Andersen ordnendes, stärkendes und heilendes Prinzip, das sie für alle Lebenssituationen – Alltag und Kunst – zu vermitteln sucht. Atem- und Stimmschulung, das Leben mit und im Rhythmus wird von ihr als Weg zur Persönlichkeitsentfaltung erkannt und genutzt, ohne die Absicht, etwas machen zu wollen, sondern im Sinne von Befreien der vorhandenen – guten – Kräfte.

 

Ausbildungskonzept

In den 20er Jahren geben Andersen und Schlaffhorst dem Drängen ihrer SchülerInnen nach und erteilen erste Ausbildungsbescheinigungen, obwohl sie sich – nach über 20 Jahren! – weiter am Anfang der Atemarbeit sehen, besonders aber, weil ihnen jegliches Fixieren, ob als Lehrbuch oder Lehrstoff, dem Wesen des Lebendigen, an dem sie forschen, entgegenzustehen scheint.

Clara und Hedwig

Die beiden aus Memel/Ostpreußen stammenden Frauen erkannten schon vor 1900 die Wechselwirkungen von Atmung, Stimme, Bewegung und ihre Bedeutung für die Gesundheit. 1908 begannen sie ihre Ausbildungsarbeit in Berlin und gründeten 1916 eine Ausbildungsstätte in Rotenburg/Fulda.
Später bildeten sie ihre Schüler*innen auch in Hustedt/Südheide (1926–1942) und in Seefeld/Pommern (1942–1945) aus.
Ihre Erkenntnisse sind in viele bekannte Konzepte über die Arbeit mit der Stimme eingeflossen. Als zentrale Methode werden die fünf Regenerationswege.

Akademie Ute Bries: https://stimme-macht-stark.de

Infos: https://utebries.com/bewerbung/

Literatur zur Lehre Schlafforst-Andersen:

 

 

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